Ratgeber · Agentur oder KI
Was kostet eine Google Ads Agentur 2026?
Von Christian Bozic, Gründer von Marketing AIgency · Aktualisiert · 8 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Eine Google Ads Agentur oder SEA Agentur kostet im DACH-Raum 2026 meist 500 bis 2.000 € im Monat als Pauschale oder 10 bis 20 % des Werbebudgets, dazu oft ein Setup von 800 bis 3.000 € (marktforschung.de, August 2026). Kleinere Pakete für die Google Ads Betreuung starten bei veröffentlichten Preisen ab etwa 199 € im Monat. Ein Freelancer liegt im Schnitt bei rund 92 € pro Stunde, KI-Agenten mit Freigabe laufen zu einem festen Monatspreis ohne Anteil am Werbebudget.
Das Wichtigste
- Üblich sind 500 bis 2.000 € im Monat, 10 bis 20 % vom Budget oder 90 bis 160 € pro Stunde (marktforschung.de, August 2026).
- Veröffentlichte Einstiegspakete liegen bei 199 € bis 499 € im Monat, teils monatlich kündbar, teils mit 3 Monaten Mindestlaufzeit.
- Eine Pauschale kauft Stunden: 1.200 € bei 120 € Stundensatz sind 10 Stunden im Monat.
- Das Google-Partner-Logo belegt Budgetvolumen, Zertifikate und einen Optimierungsfaktor von 70 %, keine Ergebnisse für dein Geschäft.
- Werbekonto, Zahlungsprofil und Conversion-Tracking gehören dir, die Agentur wird nur über ihr Verwaltungskonto verknüpft.
Wie rechnen Google Ads Agenturen ab?
Im DACH-Raum gibt es vier Modelle: Monatspauschale, Prozent vom Werbebudget, Stundensatz und eine einmalige Setup-Gebühr, die meist zu einem der anderen dazukommt. Laut einem als Anzeige gekennzeichneten Ratgeber auf marktforschung.de (7. August 2026) sind 500 bis 2.000 € im Monat oder 10 bis 20 % des Budgets üblich, für den Mittelstand meist 500 bis 1.500 €. Stundensätze liegen bei 90 bis 160 €, Setups bei 800 bis 3.000 €. Unter 300 € im Monat ist eine umfassende Betreuung laut demselben Beitrag meist nicht wirtschaftlich.
| Modell | Übliche Spanne | Worauf achten |
|---|---|---|
| Monatspauschale | 500 bis 2.000 € | Wie viele Stunden stecken drin? |
| Prozent vom Werbebudget | 10 bis 20 % | Die Gebühr wächst mit dem Budget, nicht mit dem Ergebnis |
| Stundensatz | 90 bis 160 € | Gut für Audits, im Dauerbetrieb schwer planbar |
| Setup | 800 bis 3.000 € einmalig | Was gehört dir nach dem Setup? |
Was verlangen Agenturen, die ihre Preise veröffentlichen?
Die meisten Agenturen nennen Preise erst nach einem Gespräch. Zwei deutsche Anbieter, die ihre Preise offen zeigen, geben ein Gefühl für das untere Ende des Marktes. Das Werbebudget zahlst du in beiden Fällen direkt an Google.
| Beispiel | Monatlich | Laufzeit | Enthalten laut Anbieter |
|---|---|---|---|
| Agentur A | ab 199 € (Budget-Schutz), ab 499 € (Wachstum); Stundensatz 139 € | monatlich kündbar, keine Einrichtungsgebühr bei Übernahme | Kontostruktur, wöchentliche Pflege, Gebote; im größeren Paket Tracking, Anzeigentests und monatlicher Report oder fester Termin |
| Agentur B | Basis ohne Grundgebühr, Abrechnung im 15-Minuten-Takt; Premium ab 279 € | Premium mit 3 Monaten Mindestlaufzeit | Such- und Shopping-Kampagnen, Tracking; im Premium-Paket eigenständige Optimierung und regelmäßiges Reporting |
Quellen: Preisseite Agentur A und Preisseite Agentur B, beide geprüft am 26.09.2026. Die Beispiele zeigen die Spanne und sind keine Empfehlung. Einstiegspakete für 199 € sind für kleine Konten gedacht; je mehr Kampagnen und Budget, desto eher landest du bei den 500 bis 2.000 € aus dem Marktüberblick.
Was bekommst du für die Monatsgebühr wirklich?
Eine Pauschale kauft Stunden, und es sind meist weniger, als man denkt. Bei 1.200 € im Monat und einem Stundensatz von 120 € sind das 10 Stunden, also gut zwei Stunden pro Woche. Frag deine Agentur nach ihrem Satz und rechne selbst.
Betreuungsstunden pro Monat = Monatsgebühr ÷ Stundensatz der Agentur
In diesen Stunden steckt alles: Suchbegriffe prüfen, auszuschließende Keywords pflegen, Gebote und Budgets anpassen, Anzeigen testen, berichten, telefonieren. Allein die Routine ist viel Arbeit. In der Umfrage von DoubleVerify unter 1.970 Marketern (2025 Global Insights) gaben die Befragten 10 Stunden und 12 Minuten pro Woche für Routineaufgaben wie Gebots- und Budgetänderungen an (ppc.land, August 2025). Ein kleines Paket deckt davon einen Bruchteil ab.
Beim Prozentmodell sieht die Rechnung so aus:
| Werbebudget pro Monat | Gebühr pro Monat | Gebühr pro Jahr |
|---|---|---|
| 3.000 € | 450 € (oft greift eine Mindestgebühr) | 5.400 € |
| 10.000 € | 1.500 € | 18.000 € |
| 25.000 € | 3.750 € | 45.000 € |
Was bedeutet das Google-Partner-Logo?
Das Partner-Logo zeigt, dass eine Agentur drei Schwellen von Google erfüllt. Es sagt nichts darüber, ob dein Konto mit ihr profitabel wird. Stand September 2026 verlangt Google einen Optimierungsfaktor von mindestens 70 % im Verwaltungskonto der Agentur, 10.000 US-Dollar Werbeausgaben über alle betreuten Konten in 90 Tagen und mindestens 50 % zertifizierte Account-Strategen (Google Ads Hilfe).
Premier Partner müssen zusätzlich zu den besten 3 % der teilnehmenden Unternehmen in ihrem Land gehören. Google bewertet das einmal im Jahr nach Kundenwachstum, Neukunden, Kundenbindung, Produktvielfalt und Jahresbudget.
| Anforderung | Partner | Premier Partner |
|---|---|---|
| Optimierungsfaktor | mindestens 70 % | mindestens 70 % |
| Werbeausgaben | 10.000 US-Dollar in 90 Tagen über alle Kunden | wie Partner, Jahresbudget fließt ins Ranking ein |
| Zertifizierung | mindestens 50 % der Account-Strategen | wie Partner |
| Ranking | keins | Top 3 % pro Land, jährlich |
Lies den Optimierungsfaktor mit Vorsicht. Er ist Googles eigene Schätzung, wie gut ein Konto eingerichtet ist, und er steigt, wenn man Googles Empfehlungen übernimmt oder auch nur ablehnt (Google Ads Hilfe). Ein hoher Wert zeigt also, dass die Agentur Googles Vorschläge abarbeitet. Ob die deiner Marge helfen, beantworten deine eigenen Umsatzzahlen besser als das Logo.
Agentur, Freelancer, Inhouse oder KI-Agent: Was ist günstiger?
Fair vergleichst du Preis gegen Abdeckung: Wie oft schaut jemand ins Konto, und wer entscheidet? Beispiel mit 10.000 € Google-Ads-Budget pro Monat:
| Option | Kosten pro Monat | Abdeckung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Agentur | 500 bis 2.000 € Pauschale oder 1.000 bis 2.000 € bei 10 bis 20 %, dazu Setup | wenige Stunden pro Woche, Bürozeiten | marktforschung.de |
| Freelancer (10 bis 20 Stunden) | rund 920 bis 1.840 € bei 92 € pro Stunde | hängt an einer Person | freelancermap Freelancer-Kompass 2025 |
| Festangestellter SEA Manager | rund 4.600 € Arbeitgeberkosten (eigene Schätzung) | Vollzeit, Bürozeiten | eigene Schätzung auf Basis von StepStone und Destatis |
| KI-Agenten mit Freigabe | fester Monatspreis ohne Anteil am Werbebudget (Preise) | Wächter prüfen Budget und Anzeigen je nach Plan alle 30 bis 60 Minuten, rund um die Uhr | Marketing AIgency |
So entstehen die Zahlen: Online-Marketing-Freelancer verlangen im DACH-Raum im Schnitt 92,11 € pro Stunde (freelancermap, Freelancer-Kompass 2025). SEA Manager verdienen laut StepStone im Median 42.400 € brutto im Jahr. Lohnnebenkosten machen laut Destatis 23,3 % der gesamten Arbeitskosten aus (Arbeitskostenerhebung 2020). Also 42.400 € ÷ 0,767 = rund 55.300 € im Jahr, geteilt durch 12 rund 4.600 € im Monat, ohne Arbeitsplatz, Tools und Recruiting. Den gleichen Vergleich für Facebook und Instagram findest du unter Meta Ads Agentur Kosten.
Wo passen KI-Agenten bei Google Ads hinein?
Marketing AIgency übernimmt die wiederkehrende Kontoarbeit. KI-Agenten schauen in deine Werbekonten, untersuchen die Zahlen, bevor sie etwas vorschlagen, und legen jeden Vorschlag mit Begründung in eine Freigabe-Warteschlange. Ausgeführt wird, was du freigibst. Neue Konten starten im Schattenmodus, nichts läuft, bis du es willst. Einzelne Aktionsarten kannst du später auf autonom mit Grenzen stellen. Jede Änderung steht mit Daten und Begründung im Protokoll, die Wirkung wird nach sieben Tagen gemessen.
Gesteuert wird auf die Firmenzahl, also echten Umsatz oder echte Leads aus Shopify, CRM oder Tabelle, nicht auf die Conversions, die Google meldet. Der Unterschied ist groß: Bei einer Connected-Car-App, die ihre Werbung mit demselben System steuert, meldete Google allein für Deutschland im September 2026 31,3 k € Umsatz, die Firma erzielte 23,4 k €. Warum Plattformen zu viel zählen, steht im Beitrag zum True ROAS.
Wichtig vorab: Meta ist voll live. Google Ads verbindet sich genauso per Ein-Klick-Login und läuft wie Meta. Kampagnen bauen, Gewinner kopieren und Geo-Tests laufen vorerst nur auf Meta. Wer ein Google-Konto von null aufbauen lassen will, ist heute bei einer Agentur oder einem Freelancer schneller. Wie sich KI-Agenten von einer klassischen Agentur unterscheiden, zeigt der Beitrag zur KI-Marketing-Agentur.
Welche Fragen solltest du einer SEA Agentur vor der Unterschrift stellen?
- Laufen Google-Ads-Konto und Zahlungsprofil auf deine Firma, und ist die Agentur nur über ihr Verwaltungskonto verknüpft?
- Wem gehören Conversion-Tracking, Tag-Manager-Container und Analytics-Property?
- Wie viele Stunden kauft die Gebühr, und wer arbeitet am Konto, Senior oder Junior?
- Bei Prozent vom Budget: Wann würdet ihr empfehlen, weniger auszugeben?
- Wie lang sind Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist, gibt es eine Setup-Gebühr?
- Auf welche Zahl wird berichtet, Google-Conversions oder Umsatz und Leads aus deinen Systemen?
- Werden automatisch angewendete Empfehlungen von Google genutzt, und wer gibt sie frei?
- Gibt es ein Änderungsprotokoll mit Begründung?
Zum Besitz: Du kannst das Konto selbst anlegen und die Verknüpfungsanfrage aus dem Verwaltungskonto der Agentur annehmen. Die Verknüpfung lässt sich später wieder lösen, die Historie bleibt bei dir (Google Ads Hilfe zu Verwaltungskonten).
Wann ist eine Agentur die bessere Wahl?
- Du startest bei Google von null. Keyword-Recherche, Kontostruktur, Shopping-Feed und Tracking sind Aufbauarbeit.
- Du brauchst Strategie über das Konto hinaus. Angebot, Preis, Landingpages und neue Märkte brauchen Menschen, die mit dir und deinen Kunden sprechen.
- Du gibst sehr große Budgets über viele Kanäle aus. Dann sind erfahrene Leute, die Suche, Video und Retail Media zusammen planen, ihr Geld wert.
- Bei dir kann niemand freigeben. Freigabe braucht jemanden, der das Konto verantwortet.
Viele Teams kombinieren beides: Agentur oder Freelancer für Aufbau und Strategie, Software für das tägliche Hinschauen und die wiederkehrenden Änderungen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Google Ads Agentur pro Monat?
Üblich sind 500 bis 2.000 € Pauschale oder 10 bis 20 % des Werbebudgets, dazu oft ein Setup von 800 bis 3.000 € (marktforschung.de, August 2026). Veröffentlichte Einstiegspakete beginnen bei etwa 199 € im Monat, jeweils zuzüglich Werbebudget.
Was kostet eine Google Ads Betreuung durch einen Freelancer?
Online-Marketing-Freelancer liegen im DACH-Raum im Schnitt bei 92,11 € pro Stunde (freelancermap, Freelancer-Kompass 2025). Bei 10 bis 20 Stunden im Monat sind das rund 920 bis 1.840 €. Die Abdeckung hängt an einer Person.
Ist eine Google Partner Agentur besser?
Das Logo zeigt, dass die Agentur 10.000 US-Dollar in 90 Tagen über ihre Kunden ausgibt, einen Optimierungsfaktor von 70 % hält und zertifizierte Mitarbeiter hat. Das spricht für Aktivität und Schulung, beweist aber keine Ergebnisse in deinem Markt. Frag nach Referenzen und einem Beispielbericht.
Welche Mindestlaufzeit ist bei SEA Agenturen üblich?
Das ist sehr unterschiedlich. Von den zwei Anbietern mit offenen Preisen oben ist einer monatlich kündbar, der andere verlangt im Premium-Paket 3 Monate. Lass dir Laufzeit und Kündigungsfrist schriftlich geben.
Kann KI eine Google Ads Agentur ersetzen?
KI-Agenten können die wiederkehrende Arbeit übernehmen: überwachen, analysieren und Änderungen zur Freigabe vorschlagen. Kontoaufbau, Strategie und Landingpages ersetzen sie nicht. Bei Marketing AIgency verbindest du Google Ads per Ein-Klick-Login, und es läuft wie Meta.
Sieh dir an, was die Agenten in deinem Konto ändern würden
Verbinde ein Werbekonto, lass den Schattenmodus an und lies die ersten Vorschläge mit Begründung. Die erste Analyse läuft sofort, und du siehst die wichtigsten Vorschläge für dein Konto kostenlos, ohne Karte. Freigeben und Ausführen geht mit einem Plan.
Kostenlos ansehenÜber den Autor
Christian Bozic führt seit zwölf Jahren Werbekonten auf Meta, Google, TikTok und Snapchat, in Agenturen und auf Kundenseite, zuletzt als Head of Push Marketing bei einer Münchner App-Firma. Mit Marketing AIgency hat er die tägliche Kontoarbeit in Agenten gesteckt, die vorschlagen, und einen Menschen, der entscheidet.
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Quellen
- marktforschung.de: Google Ads Agentur Preise (Anzeige, 7. August 2026)
- Preisseite Agentur A (geprüft am 26.09.2026)
- Preisseite Agentur B (geprüft am 26.09.2026)
- Google Ads Hilfe: Anforderungen im Google-Partnerprogramm (geprüft September 2026)
- Google Ads Hilfe: Optimierungsfaktor
- ppc.land: DoubleVerify 2025 Global Insights Report (13. August 2025)
- freelancermap: Stundensatz Online-Marketing-Freelancer (Freelancer-Kompass 2025)
- StepStone: Gehalt SEA Manager
- Destatis: Struktur der Arbeitskosten nach Kostenart (Arbeitskostenerhebung 2020)
- Google Ads Hilfe: Konten mit einem Verwaltungskonto verknüpfen